Ist Krankheit Strafe?

Liebe Gemeinde, Brüder und Schwestern,

 

hätte vor ein paar Wochen jemand zu uns gesagt:

Es gibt ein Virus, das Corona heißt, dieses Virus macht sich auf Wanderschaft und bereist die ganze Welt und es gibt keinen Flecken mehr auf dieser Erde, der nicht infiziert ist?

Wir hätten alle nur ungläubig den Kopf geschüttelt.

Und doch ist es wahr geworden:

Ein kleines Virus beherrscht die ganze Welt und legt mit rasender Geschwindigkeit das gesamte gesellschaftliche, religiöse, wirtschaftliche Leben lahm.

Mit einer derartigen Geschwindigkeit, dass man tatsächlich Angst bekommen könnte.

Als gläubige Menschen jedoch dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott seine Hände mit im Spiel hat.

Er sitzt sozusagen mit uns im selben Boot und er allein ist es, der den Sturm wieder zum Stillstand bringen kann.

Sehen wir diese Krise nicht als Strafe Gottes an. Gott will niemals strafen.

Sehen wir vielmehr in dieser Krise einen Akt seiner großen Barmherzigkeit.

Hören wir auf seinen Ruf, wieder ganz zu ihm zurückzukehren und uns von seiner Liebe und von seinem Frieden beschenken zu lassen.

Vertrauen wir ihm in dieser schwierigen Zeit unsere Sorgen an und wir werden die Erfahrung machen, dass ER SORGT!

Dass uns dies gelingen möge, wünsche ich uns allen von ganzem Herzen.


Pfarrvikar Josy Thomas