Nie wieder Lehre der Verachtung! Aufbruch zu einem neuen Verhältnis der Katholischen Kirche zum Judentum

Prof. Dr. Hanspeter Heinz wird am Donnerstag, den 21. Februar ab 19.30 im Gemeindezentrum St. Martin erläutern, wie sich das Verhältnis zwischen Juden und Christen entwickeln kann. Die „Judenerklärung“ ist der kürzeste, mutigste und folgenreichste Konzilsbeschluss des Zweiten Vatikanischen Konzils. Seine Aussagen stehen in klarem Widerspruch zur fast 2000jährigen Tradition der Kirche. Trotz Stolpersteinen sind in der Rezeption beachtliche Fortschritte erzielt worden, die nicht mehr rückgängig zu machen sind. Doch in weiten Teilen von Kirche und Gesellschaft sind die aus der Nazizeit bekannten Stereotypen über „die Juden“ nach wie vor wirksam – bis hin zur offenen Judenfeindschaft. Aber auch für die Pioniere in Kirchenleitung, Theologie und Schule ist noch viel unerledigte Arbeit zu leisten. Man denke etwa an Reizworte wie „Judenmission“ oder „christlich-jüdische Leitkultur“. Prof. Dr. Hanspeter Heinz war bis 2005 Professor für Pastoraltheologie an der Katholisch-theologischen Fakultät der Universität Augsburg. Von 1974 bis 2016 leitete er den Gesprächskreis „Juden und Christen“ beim Zentralkomitee der deutschen Katholiken, dem zur Zeit 12 Juden und 15 Katholiken angehören. 2015 erhielt er zusammen mit dem Gesprächskreis die renommierte Buber-Rosenzweig-Medaille. Dies ist eine Veranstaltung des Runden Tisches Erwachsenenbildung Biberach der katholischen Biberacher Kirchengemeinden in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung Dekanate Biberach und Saulgau e.V.